„La Repubblica“ über einen westlichen Militärschlag in Syrien

„Mit einem Militärschlag gegen Syrien will der Westen nur sein eigenes Gewissen beruhigen. Die moralische Empörung wirkt unaufrichtig, wenn die Folgen des eigenen Handelns nicht bedacht werden und der Schuldige nicht ausgemacht ist. Wenn die Vergangenheit nichts gelehrt hat, die falschen Beweise von Colin Powell gegen Saddam in Vergessenheit geraten und die Niederlagen bedeutungslos werden, die in den jahrelangen humanitären Interventionen erlitten wurden. Man exportiert weder Demokratie noch Stabilität, wenn man einen gescheiterten Staat durch einen noch zerrütteteren ersetzt. Und man exportiert auch keine Ethik, wenn man symbolische Angriffe fährt, die nur dazu dienen, den eigenen Stolz zu befriedigen, nicht aber, den bedrohten Menschen wirklich zu helfen. … Und am allerwenigsten wird mit einer netten, todbringenden Geste gegen Assad das Problem des Nahen Ostens gelöst.“

http://www.repubblica.it/esteri/2013/08/28/news/il_castigo_e_l_oblio-65400741/?ref=HRER3-1