Offene Fragen aus allen Gebieten

Existiert ausserirdisches Leben? Um diese Frage ranken sich jahrhundertealte Mythen, Gedanken und Träume der Menschen. Mit dem auf Kepler zurückgehenden Fernrohr waren ab der frühen Neuzeit Beobachtungen und erste Erkenntnisse über andere Planeten möglich. Der Mars faszinierte schon die antiken Babylonier oder Römer (Kriegsgott nach ihm benannt); er geriet im späten 19. Jahrhundert ins Zentrum der Spekulationen um ausserirdisches Leben, aufgrund astronomischer Beobachtungen, v.a. jenen von Schiaparelli, der dort „Kanäle“ fand, die auch (von Lowell) als künstlich angelegt interpretiert wurden. Die diesbezügliche Sensationsgier führte zu Vorstellungen von (seit den Zeichnungen von W. R. Leigh kleinen grünen) Marsmenschen, die im Science Fiction-Genre verarbeitet wurden, etwa in „Krieg der Welten“ von H.G. Wells, das von Orson Welles zu einem Hörspiel umgesetzt wurde. „Aelita“ von Alexei Tolstoi (1923) ist eine der ganz wenigen menschlichen Dichtungen über Marsianer, wo diese nicht kommen um die Erde zu erobern. Der rote Planet wurde auch ein Kandidat weil dort Wasser vorkommt, ein Hügel gesichtet wurde, der auf manchen Fotos wie ein Gesicht aussieht (siehe Fotos), ein Meteorit von ihm 1984 in der Antarktis gefunden wurde und er überhaupt relativ erdähnlich ist.

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Das „Marsgesicht“ von der Raumsonde „Viking 1“ 1976 fotografiert

Daneben kommen die Monde diverser Planeten und andere Galaxien als Umwelt Ausserirdischer in Frage. Dort, wo eine Kontaktaufnahme bzw. Suche noch schwieriger ist. Diese „Search for Extraterrestrial Intelligence“ (SETI) geschieht seit langem mit Radioteleskopen, als Suche nach und Aussenden von Signalen. 1977 zeichnet das „Big Ear“- Radioteleskop in den USA das „Wow!“-Signal auf, nach dem Kommentar seines Entdeckers Jerry Ehman auf dem Computer-Ausdruck so genannt; eine Botschaft von Aliens oder ein stellares Phänomen? Versuche der Kontaktaufnahme waren auch die Plaketten auf den Raumsonden „Pioneer“ 10 und 11 Anfang der 1970er. 1974 sandten amerikanische Astronomen per Radiowellen die Arecibo-Botschaft an mögliche Ausserirdische. Auch die „Voyager“ 1, seit 1977 im All unterwegs, beteiligt sich an der Suche. Stephen Hawking ist skeptisch bezüglich dieser Suche nach und Kontaktaufnahmeversuchen mit Ausserirdischen, glaubt, solche könnten den Menschen überlegen sein und sie nicht unbedingt als Freunde sehen (manche beschäftigen sich auch schon mit „planetarer Verteidigung“). Eine andere Frage ist, wie ausserirdisches Leben beschaffen sein kann; inwiefern ist irdisches Leben Maßstab dafür, in welchem Entwicklungsstadium muss es sein um mit uns kommunizieren zu können (> Kardaschow-Skala), kann es nicht auch nur eine Moosart oder Bakterien sein anstatt intelligentem Leben? Der Physiker Enrico Fermi formulierte 1950 das nach ihm benannte Paradoxon, wonach es aufgrund des Alters und der Grösse des Universums eigentlich Leben ausserhalb der Erde geben müsste, für dieses aber keine Hinweise (z.B. Raumschiffe) auftauchten. Manche Menschen schliessen daraus, sie existieren – wir werden ignoriert. Die Rare-Earth-Hypothese (englisch für Seltene-Erde-Hypothese; nach einem Buch) besagt wiederum, dass Entstehung von Leben auf der Erde ein im Universum ungewöhnlicher Vorgang war und es dazu einer unwahrscheinlichen Konstellation bedurfte. Das Thema kann bewegen, es betrifft u.a. die Stellung des Menschen im Universum, ist Forschungsthema, u.a. in der Astronomie und Exobiologie; aber auch eine religiöse Frage. Arthur C. Clark (war ein britischer SF-Autor und Futurist): „Entweder wir sind alleine im Universum oder aber nicht. Beides ist gleich beängstigend.“

Eine schärfere Aufnahme des "Marsgesichts"
Eine schärfere Aufnahme des „Marsgesichts“

Gibt es UFOs, als Fluggeräte ausserirdischer Lebewesen, dann gibt es Ausserirdische und das Wissen voneinander. Des US-Hobbypiloten Arnold erste Beschreibung „fliegender Untertassen“ 1947 und die Ereignisse in Roswell im selben Jahr (in Wirklichkeit abgestürzte Ballons und Dummies?) gehören hier zu den ersten „Sichtungen“. Die UFO-Hysterie in den USA begann parallel zum Kalten Krieg, der Angriff von „bösen Anderen“ war auch hier das Thema. Kontakte reichten laut Ufologen von Entführungen bis zu verheimlichten Begegnungen mit Behörden. In den Bereich der Pseudowissenschaft gehören auch Theorien wonach intelligente Ausserirdische die Erde besucht und menschliche Zivilisation beeinflusst hätten (Prä-Astronautik, Paläo-SETI). Dabei werden oft die in vielen Kulturen vorhandenen Sagen von Begegnungen mit Göttern oder gottähnlichen Wesen sowie Darstellungen wie die Val Carmonica-Zeichnungen als Zeugnisse von Besuchen ausserirdischer Wesen gedeutet.

Die Area 51 (Flugzeugtests der US-Luftwaffe?), die Marfa-Lichter in USA oder die Hessdalen-Lichter werden immer wieder mit UFOs und Aliens in Zusammenhang gebracht; bei den Kornkreisen ist inzwischen klar, dass sie bis auf wenige natürlich entstandene von Menschen gemacht werden. Rätsel geben z.B. die Berichte des Militärpiloten Jafari über seine Sichtung in Teheran 1976 auf. Das Eingreifen Ausserirdischer wird bei einigen anderen auch hier angeführten Rätseln behauptet. Diese Theorien sind nahe bei esoterischen Strömungen und beim literarischen Fantasy/Science Fiction-Genre. Der Tscheche Soucek (Zahnarzt, Offizier, Kommunist, Journalist, Frühpensionist) schrieb SF-Geschichten und über Rätsel wie jenes von Tunguska (s.u.), wo er ähnlich wie Von Däniken oft ausserirdische/übernatürliche Erklärungen nahelegte.

Ungeklärte politische Morde und Todesfälle:

  • John F. Kennedy: geklärt mit Oswalds Festnahme?!
  • Dag Hammarskjöld: schwedischer UN-Generalsekretär, stürzte im September 1961 in einem Flugzeug mit 15 Anderen, auf dem Weg zu Verhandlungen in der Kongo-Krise ab, über dem heutigen Sambia; ein Abschuss gilt inzwischen als wahrscheinlich, am ehesten durch Jene, die an der Unabhängigkeit Katangas arbeiteten
  • Olof Palme: es gab mehrere Festnahmen und eine Verurteilung, die aber mit Freilassungen endeten, und ziemlich konkrete Hinweise auf das südafrikanische Apartheid-Regime
  • Uwe Barschel: auch bei ihm nicht sicher ein Mord; sein Tod 1987 kurz nach seinem Rücktritt als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein gibt aber nach wie vor Rätsel auf
  • Omar Torrijos: Staatschef von Panama, Flugzeugabsturz 1981, nach John Perkins handelte es sich um einen Anschlag der USA, weil Torrijos die ökonomische Souveränität Panamas verteidigte
  • Wladislaw Sikorski: Ministerpräsident der polnischen Exilregierung nach der deutschen Besetzung, stand für Ausgleich mit der Sowjetunion und hatte gleichzeitig Einfluss bei den angelsächsischen Alliierten, starb 1943 bei einem Flugzeugabsturz vor Gibraltar, es ist unklar ob Sabotage und somit ein Mordanschlag vorliegt wie oft behauptet wird, und wer dafür verantwortlich sein könnte, die Zweifel an der Unfallversion sind ernst zu nehmen
  • Dagobert II.: merowingischer König des fränkischen Teilreichs von Austrasien, wohl von Machthabern aus Neustrien 679 ermordet; Pierre Plantard mischte im 20. Jahrhundert Behauptungen über Abstammung und Nachfahren dieses Dagoberts und der Merowinger an sich mit solchen über die von ihm gegründeten Prieuré de Sion, die Maria-Magdalenen-Kirche in Rennes-le-Château und deren Pfarrer Saunière, den Heiligen Gral, den Templerorden sowie Jesus, was von Gerard de Sède sowie Lincoln/Baigent/Leigh und dann Dan Brown aufgegriffen bzw. adaptiert wurde. Umberto Eco hat die Sache in seinem Buch über die legendären Länder einer kritischen Untersuchung unterzogen
  • Juvenal Habyarimana: Präsident Ruandas, wurde 1994 gemeinsam mit seinem burundischen Amtskollegen Ntaryamira im Flugzeug über Kigali abgeschossen, eine Tat die den Völkermord an den Tutsi in Ruanda auslöste, da Hutu-Führer Tutsi verantwortlich machten; die Tutsi-Organisation RPF, die gegen die Hutu-Dominanz kämpfte, ist jedenfalls ein Kandidat
  • Birendra Shah: der König von Nepal wurde zusammen mit einigen Verwandten 2001 im Palast erschossen, es gibt Zweifel an der offiziellen Version wonach sein Sohn Dipendra, der selbst getötet wurde, der Mörder war
  • Ludwig II. von Bayern: starb 1886 kurz nach seiner Absetzung als bayerischer König unter ungeklärten Umständen
  • Samora Machel: Präsident Mosambiks, Flugzeugabsturz 1986, damaliges Apartheid-Regime Südafrikas als Verdächtiger
  • Jan Masaryk: stand der totalen Machtübernahme der Kommunisten in der Tschechoslowakei nach dem 2. Weltkrieg im Weg, wenn auch nicht ernsthaft, starb 1948 beim dritten Prager Fenstersturz, ein Mordanschlag ist wahrscheinlich
  • Ananda Mahidol: König von Thailand als Vorgänger seines Bruders Bhumibol, starb 1946 beim Hantieren mit Handfeuerwaffen, noch immer werden Unfall, Mord und Selbstmord für möglich gehalten
  • Oscar Romero: katholischer Bischof in El Salvador, wird zu den Befreiungstheologen gezählt, 1980 während einer Messe in der Hauptstadt von Todesschwadronen im Auftrag des Regimes erschossen, was aber noch immer „inoffiziell“ ist
  • Papst Johannes Paul I.: Albino Luciani; ein Mord ist auch hier nicht erwiesen, wird u.a. von David Yallop behauptet, in dessen Buch „Im Namen Gottes“ die Vatikan-Bank im Mittelpunkt steht
  • Danny Casolaro: US-amerikanischer Journalist, der u.a. über die Iran-Contra-Affäre und die Freilassung der im Iran festgehaltenen amerikanischen Botschaftsangehörigen, beides unter Reagan, recherchierte

Rätsel um die Existenz verschiedener Tierarten, die Fragestellungen der Kryptozoologie (die verschieden ausgeprägt bzw. definiert sein kann, nicht immer seriös ist). Das Loch Ness-Monster (nahm als Kryptid erst ab 1933 Gestalt an, als regionale Zeitungen von Sichtungen berichteten) und andere Seeungeheuer sowie Yeti, Bigfoot oder Chupacabra, also beschriebene, angeblich gesichtete Tiere, die zumindest von der breiten Öffentlichkeit verborgen leben, sind hierbei ein Teilgebiet. In manchen Fällen haben sich die Berichte von Sichtungen oder die Funde von Überresten bestätigt, bei in jüngerer Vergangenheit „entdeckten“ Tieren wie dem Okapi (das den Menschen in seiner Umgebung sehr wohl bekannt war). Viele solcher Arten sind aber „unspektakuläre“ Wirbellose. Legendäre Tiere und Fabelwesen (wie auch Mothman) gehen teilweise auf tatsächliche Tiere zurück, die in lokalen Mythen „verarbeitet“ wurden; so könnten sich Drachenlegenden in Ostasien von Waranen ableiten. Auch mit der Möglichkeit von bekannten Tierarten in für sie untypischen Gegenden und mit als ausgestorben geltenden Tieren befasst sich die Kryptozoologie; es gibt davon solche wie den Quastenflosser, die sich als existent erwiesen. Als Grund für das Aussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit, also vor etwa 70 Mio. Jahren (manche Flugsaurier überlebten), werden Theorien von Raummangel in der Arche Noah bis kosmische Auswirkungen genannt. Arten, deren Aussterben (bzw. Ausrottung) in der jüngeren Zeit angesetzt wird, wie der tasmanische Beutelwolf, sind weniger rätselhaft.

Mögliche falsche Flagge-Aktionen: Bei solchen Operationen (die Bezeichnung kommt aus der Seefahrt) werden ja die Identität und damit die Absichten des tatsächlichen Urhebers verschleiert und sie einer anderen Partei in die Schuhe geschoben. Es gibt diesbezüglich erwiesene Fälle wie den „Überfall“ auf den Sender Gleiwitz in Schlesien, bei dem SS-Männer einen polnischen Angriff darstellten, um den folgenden deutschen Angriff auf Polen, mit dem der 2. Weltkrieg begann, für die deutsche und internationale Öffentlichkeit als „Reaktion“ aussehen zu lassen. Dann gibt es (mögliche) false flag-Operationen um die Fragen offen sind. Der Reichstagsbrand 1933 diente als Anlass (Vorwand) für die Reichstagsbrandverordnung, die ein wichtiger Schritt in der nationalsozialistischen Machtergreifung war. Der niederländische Kommunist Van der Lubbe wurde dafür hingerichtet, die Verantwortlichkeit für die Brandstiftung ist heute noch ungeklärt. Absichtliche und geklärte Täuschungen wie der Dreadnought-Streich (wo ein Staatsbesuch abessinischer Fürsten in Grossbritannien vorgegaukelt wurde) oder die Verkleidung britischer Siedler in Nord-Amerika als Indianer bei der Boston Tea Party, dem Beginn des Aufstands gegen ihr Mutterland, sind nicht mysteriös und auch keine keine falsche Flagge. Beim Katyn-Massaker wurde die Verantwortung im Nachhinein von der Sowjetunion auf das „Dritte Reich“ abgeschoben. Rund um „Gladio“ sind viele Fragen offen, v.a. über Aktivitäten, die über die Pläne für verdeckten militärischen Widerstand im Falle einer sowjetischen Invasion West-Europas und Informationsweitergabe hinausgingen, und Terroranschläge und Morde in verschiedenen europäischen Staaten im Kalten Krieg betreffen. Das Ausmaß der Sache ist noch lange nicht geklärt, unklar ist auch, inwiefern Politiker (v.a. der DC) beteiligt/eingeweiht waren oder ob die Aldo Moro-Entführung damit in Zusammenhang steht. Fraglich ist, wie seriös Verschwörungstheorien bzw alternative Theorien zur Urheberschaft von den Anschlägen in der USA 2001, im wesentlichen Falsche Flagge-Theorien, sind.

Verschwundene Menschen, siehe dazu den Artikel

Ungeklärte Morde oder rätselhafte Todesfälle, die keinen politischen Charakter haben:

  • die Jack the Ripper-Morde: in London 1888, wahrscheinlich 5 Prostituierte, die auch verstümmelt wurden, die Liste der Verdächtigen ist lang, wobei Kosminski und Druitt noch immer aktuell sind
  • die Djatlow-Toten: 9 Skiwanderer, Sowjetrussland 1959, der Gebirgspass am Ural wo die Toten gefunden wurden, wurde dann nach dem Gruppenleiter Igor Djatlow benannt, die Resultate der Untersuchungen warfen mehr Fragen über die Todesumstände auf als sie beantworteten
  • die Zodiac-Morde
  • Hinterkaifeck (1922)
  • „Marilyn Monroe“: wurde sie ermordet, wenn ja, von wem?
  • Dorothy Kilgallen
  • der Somerton-Mann: auch „Tamam-Shud-Fall“; Mord als Todesursache steht hier nicht fest, die Identität des Opfers und die Deutung der bei ihm gefundenen Notizen sind Teile des Rätsels
  • Mary Pinchot-Meyer: stand im Zusammenhang mit JFK, fast den politischen Morden zuzuordnen
  • Marilyn Sheppard: die Verurteilung ihres Ehemanns Samuel wurde rückgängig gemacht, der Fall wurde Vorlage für die Serie und den Film „Auf der Flucht“
  • die 1970 im norwegischen Isdal gefundene Frau wo neben dem Mord an sich auch die Identiät ungeklärt geblieben ist
  • Weiters: JonBenét Ramsey (Kindermodel), Elizabeth Short („schwarze Dahlie“), jene des „Monsters von Florenz“ (Pacciani?), Robert Crane, Tupac Shakur, Rosemarie Nitribitt, Meredith Kercher, Nicole Brown & Ron Goldman, Honolulu-Morde (1985/86, „Strangler“), Edith A. Morrell (John Bodkin-Adams wurde/wird hier und in ca. 160 weiteren Fällen verdächtigt), Dian Fossey, Grimes-Schwestern, Marie-Dolores Rambla (ihre Ermordung ist ungeklärt falls Ranuccis Verurteilung ein Justizirrtum war), Rudolf Diesel, Cora Crippen, Themse-Torso 01, Vierfachmord Annecy 2012, der YOGTZE-Fall, Adam Walsh

Fatima, Portugal: 1917 berichten 3 Kinder von Marienerscheinungen (2 sterben früh, Lucia dos Santos wird Nonne), etwa 30 000 erleben in Mittel-Portugal den angekündigten letzten Besuch Marias als „Sonnenwunder“ (es gibt psychologische und physikalische Erklärungsversuche dafür, die Untersuchung des italienischen Priesters De Marchi 1943-1950 ist die wichtigste Quelle für die Sache), davor sollen die Kinder 3 Botschaften erhalten haben, diese wurden vom Vatikan anerkannt (1942 wurden zwei veröffentlicht, die dritte 2000). Zu aufsehenerregenden zeitgeschichtlichen Fällen von angeblich übernatürlichen Erscheinungen im religiösen Bereich zählen auch Pater Pio, bei dem sich Stigmata gezeigt haben sollen, Anneliese Michel mit ihrer „Teufelsbesessenheit“ oder die „Seherin“ Therese Neumann (gerade bei gläubigen Katholiken umstritten).

Das Bermuda-Dreieck, also das Gebiet nördlich der Karibik zwischen Bermuda, Puerto Rico und Florida (manchmal wird es ausgedehnt), gilt seit dem Verschwinden einer amerikanischen Flugzeugstaffel 1945 (manchmal werden Fälle rückwirkend miteingeschlossen, auch Vorkommnisse während Columbus‘ Fahrt) als Ort, wo immer wieder Flugzeuge und Schiffe (wie die „Carroll A. Deering“)  verschwinden sollen. Charles Berlitz hat in seinem Buch 1974 das Quellenmaterial zu einer Theorie verdichtet, die Atlantis mit dem Dreieck in Verbindung brachte. Das Teufelsmeer im Pazifik vor Japan gilt (manchen) ebenfalls als so ein Ort des geheimnisvollen Verschwindens.

Das „Ereignis“ in Tunguska in Russland 1908 war eine Explosion, deren Ursache bisher eben unbekannt ist. Der Ort des Geschehens war ein Gebiet in Sibirien, das dünn besiedelt ist, weshalb es nur wenige menschliche Opfer gab. Bäume in einem grossen Gebiet wurden umgeknickt oder entwurzelt. Erst Jahre bzw. Jahrzehnte später führte der Geologe Leonid Kulik eingehende Untersuchungen durch. Ein Einschlag eines Himmelskörpers (eines Kometen oder Meteoriten) gilt als wahrscheinlichste Ursache, allerdings war kein Krater festzustellen. Weitere Theorien reichen von der Explosion aufgestiegenen Erdgases über den Einschlag eines schwarzen Loches bis zu Ausserirdischen. Die Sache wurde in mehreren Fantasy/SF- und alternativgeschichtlichen Romanen verarbeitet, etwa von Stanislaw Lem.

Der Bau der Pyramiden im alten Ägypten: Mehr ein bautechnisches als ein historisches Problem. Bis heute ist nicht geklärt, wie die bis zu 2,5 Tonnen schweren Steinblöcke bewegt und aufgeschichtet wurden, damit verbunden ist auch Frage des Transports der bis zu 40 Tonnen schweren Deckenplatten für die Grabgewölbe im Inneren der Pyramiden. Es dominieren Theorien über die Verwendung von Rampen.

Im Zusammenhang damit steht der „Fluch des Pharao„, die These, wonach Pharaonen ihre Gräber mit Magie (die auch wirksam ist) oder konkreteren (naturwissenschaftlich erklärbaren) Vorkehrungen wie Schimmel oder Sporen vor Eindringlingen geschützt haben. Spekulationen darüber dürften erst im 19. Jahrhundert begonnen haben, als unter westlicher Leitung die wissenschaftliche Erforschung der Pyramiden und anderer altägyptischer Bauwerke begann (und nicht in den Jahrhunderten davor, als Pharaonen-Gräber auch oft genug aufgesucht wurden). In Fahrt kamen sie aber durch die Entdeckung des Grabs von Tutenchamun 1922 unter dem Briten Howard Carter im Tal der Könige (der Bau von Pyramiden wurde einige Jahrhunderte vor Tutenchamun wegen Grabräubern eingestellt). Infolge dessen soll es ja zu einer Häufung von ungewöhnlichen Todesfällen von an der Graböffnung Beteiligten und anderen Vorfällen gekommen sein. Carter selbst starb 1939 eines natürlichen Todes, auch bei vielen anderen Beteiligten ist weder ein vorzeitiger noch ungewöhnlicher Tod festzustellen. Zur Stützung der Theorie werden Inschriften in Gräbern herangezogen, die als Warnung vor einem solchen Fluch interpretiert werden können. Andere Flüche sollen u.a. die an der „Ötzi“-Bergung Beteiligten oder den Kennedy-Clan betreffen.

Kaspar Hauser gibt nach wie vor Rätsel auf, seine Herkunft ist unbekannt und Punkte seiner Biografie nach seinem Auftauchen in Nürnberg umstritten. Hartnäckig hält sich (trotz widersprechender Genanalysen) die Theorie, dass er ein aus Erbfolgegründen beseitigter Prinz aus dem Haus Baden (die im gleichnamigen Grossherzogtum herrschten) war. Um den “Mann mit der eisernen Maske” in Frankreich (mehr darüber in diesem Artikel) und die Prinzen im Turm (England) ranken sich vergleichbare Spekulationen.

Auch wenn noch nicht alle Fragen rund um die Hinrichtung der Zaren-Familie 1918 geklärt sind, die (berühmteste) falsche Anastasia Romanova ist durch DNA-Tests überführt, ebenso der angebliche Rudolf von Habsburg-Sohn Pachmann; im Fall des Sohnes des französischen Königs Ludwig XVI., der zwar nie regierte aber als Ludwig XVII. gezählt wird und (aller Wahrscheinlichkeit nach) in den Wirren der Revolution umkam, gab es mehr als 30 Männer die Anspruch erhoben der überlebende Prinz zu sein, am bekanntesten wurde der Deutsche Naundorff.

In Amerika, v.a. Süd- und Mittel-, fanden sich aus Kristall „geformte“ Nachbildungen menschlicher Schädel, aus den Zeiten vor den europäischen Entdeckungen. Sie geben Rätsel auf, da Eisen im „vorkolumbianischen“ Amerika nicht verwendet wurde (soviel man weiss), für eine Politur mit anderem Material wären Jahrhunderte zu veranschlagen. Der bekannteste, von den Mayas stammende, wurde im heutigen Belize entdeckt; einige andere Exemplare haben sich als Fälschungen aus dem Deutschland des 19. Jahrhunderts herausgestellt. Fragen über ihre Entstehung werfen auch die Gesteinsformationen der Bimini-Strasse vor Bahamas auf (hier geht es darum, ob sie von Menschenhand oder natürlich geschaffen wurden), die Steinkugeln in Costa Rica, und vor allem die Nazca-Linien in Peru (hier gehts auch um die Bedeutung, den Zweck). Ungewöhnliche Artefakte aus anderen Gegenden sind etwa der Rechner von Antikytha (Griechenland, 1. Jh v.C.), die Bagdad-Batterie, die Klerksdorp-Kugeln, die Eiserner Mann-Stele, die Baigong-Pfeifen, die eiserne Säule von Delhi (rostet nicht), der Aluminiumkeil von Aiud (Rumänien), der Damaskus-Stahl.

Das Voynich-Manuskript: wahrscheinlich im 15. Jh. in Oberitalien verfasst, war u.a. im Besitz des Böhmen Tepenec, des Jesuiten Kircher, dann lange im Vatikan, gelangte im 20. Jh. in die Hände des Antiquariatsbuchhändlers Wilfrid Voynich (aus dem damals russischen Teil Polens stammend, wanderte in USA aus), ist heute in der Bibliothek der Yale-Universität in Connecticut aufbewahrt. Es zeigt Abbildungen u.a. von Pflanzen die unbekannt sind und Texte in einer (auch in der heutigen vernetzten Welt) unbekannten Schrift. Die ernsthaften Aufklärungsversuche begannen spätestens mit Voynich; Kryptologie u.a. Disziplinen sind darin involviert. Mittlerweile wird die Fabrikation (nicht-existenter Pflanzen und Buchstaben) zum Zweck der Täuschung für wahrscheinlich gehalten. Verdächtigt wird dabei nicht zuletzt der englische Okkultist und Alchemist Kelley, der wegen eines anderen Betrugs (mit dem Abschneiden der Ohren) bestraft worden war. Dan Brown hat auch diese Sache verarbeitet.

Nazca-Linien
Eine der Figuren bei Nazca in Peru; die Linien sind nur wenige Dezimeter tief aber die Figuren nur aus grosser Höhe erkennbar; ihre Bedeutung ist ungeklärt

Vorhersagungen und Prophezeiungen, von jenen der Astrologie über den Maya-Kalender (bzw. Interpretationen dessen) und Nostradamus bis Jeane Dixon. Das mit dem Eintreffen scheint auch immer eine Frage der Auslegung zu sein. Es gibt jedenfalls viele Fälle, in denen Menschen alles verloren, weil sie „Vorhersagungen“ Glauben schenkten. Etwa die Xhosa in Südafrika, die 1856 einen Grossteil ihres („verhexten“) Viehbestandes töteten, weil ein Mädchen namens Nongqawuse die Häuptlinge davon überzeugte, dass ihr dies in einer Botschaft von Geistern aufgetragen worden war. Die versprochene Belohnung (v.a. neues Rind) kam nicht, dafür verhungerten Zehntausende (allerdings auch weil die Regierung der britischen Kapkolonie jede Hilfe verweigerte). Auch in Europa kam es immer wieder vor, dass Menschen ihre Habe aufgaben, weil sie an einen Weltuntergang glaubten.

Die Osterinsel (Isla de Pascua, Rapa Nui) gibt einige Rätsel auf. Bei den bekannten Statuen („Moai“) war der Herstellungsprozess zu rekonstruieren, da sich am Vulkan der Insel heute noch Hunderte Statuen in verschiedensten Stadien der Vollendung befinden. Umstritten ist aber der Zweck, die Art des Transports, die Herstellungsphase, die Gründe für das Aufgeben der Herstellung sowie den Verfall der Kultur im 17. Jh (der möglicherweise mit der Abholzung einherging). Weiters ist die auf Holztafeln gefundene Rongorongo-Bilderschrift noch nicht enztiffert.

Schiffe, die ohne Besatzung gefunden wurden, waren die Mary Celeste“ oder die „Ourang Medan“, die „MV Joyita“ ist dagegen ganz verschwunden (übrigens nicht im Bermuda-Dreieck oder der Teufelssee), ebenso das australische U-Boot „HMAS AE1“. Im Frühling 1968 „verschwanden“ kurz nacheinander zwei U-Boote unter ungeklärten Umständen, das sowjetische „K-129“ sank auf einer Patrouillenfahrt im Pazifik, und das amerikanische „USS Scorpion“ im Atlantik am Rückweg von Tests und Training im Mittelmeer. Die Regierungen gaben an dass es sich um Unfälle handelte. Die amerikanische Marine barg die „Scorpion“ auf dem Meeresgrund vor den Azoren. 1974 versuchten die USA in einer Geheimaktion (Deckgeschichte war die Suche des Südstaaten-Unternehmers Howard Hughes nach Metallen am Meeresgrund) mit immensem Aufwand, die vor Hawaii liegende „K-129“ zu heben, das Wrack zerbrach jedoch dabei. In manchen Analysen werden die beiden „Untergänge“ miteinander verbunden. Demnach hat sich in der Tiefe des Meeres ein tödlicher Schlagabtausch der Supermächte im Kalten Krieg ereignet, der der Öffentlichkeit verborgen blieb, und das Versinken des amerikanischen U-Boots war die Vergeltung für jenes des sowjetischen davor.

Thor Heyerdahl stellte Theorien über die Besiedlung Ozeaniens auf. Auch in anderen Fällen sind Fragen der Herkunft, der Abstammung, des Verbleibs von Völkern oder Volksteilen offen. Die Chachapoya-Indianer, kurz vor der spanischen Invasion von den Inkas unterworfen, waren angeblich deutlich heller als benachbarte Völker und sind Gegenstand von diesbezüglichen Spekulationen und Untersuchungen. Der deutsche Kulturwissenschafter Giffhorn grenzt sich von Mahieu und anderen ab, die eurozentrische und rassistische Theorien über die Herkunft dieser „Indianer“ hatten, stellt aber auch derartige geschichtsrevisionistische Behauptungen auf. Die im Tarim-Becken in Zentralasien gefundenen Mumien sollen ebenfalls eine ungewöhnlich helle Pigmentierung aufweisen. In den Zusammenhang gehören z.B auch der Verbleib der infolge der assyrischen Invasion 722 v.C. verschleppten Stämme Israels oder die Frage der Kontinuität der Kanaaniter. Die Gründe und Umstände des Untergangs der Harappa- Kultur in Indien oder jene der minoischen Kultur auf Kreta sind eine etwas andere Fragestellung.

Was ist dran an der Legende von Päpstin Johanna (auch Johannes Anglicus genannt), einer sich als Mann ausgebenden gelehrten Frau, die im Mittelalter als Papst amtiert haben soll? Die Geschichte ist seit dem 13. Jahrhundert überliefert, wurde u. a. von Boccaccio und Bertolt Brecht literarisch aufbereitet, und wird in der Forschung heute überwiegend als Erfindung ohne wahren Kern gesehen. Die Frage der Historizität stellt sich auch bei König Artus, Robin Hood, Wilhelm Tell oder Hiram Abiff.

Die Piri-Reis-Karte: osmanische Seekarte, die Gebiete zeigt, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung (frühes 16. Jh) teilweise noch nicht von Europäern entdeckt waren.

Auf Oak Island (Kanada) wurden Ende des 18. Jh. ein zugeschütteter Schacht sowie angeblich Schieferplatten mit Zeichen entdeckt. Seither finden Spekulationen um dort vergrabene Schätze und viele Grabungen statt, die nichts zu Tage brachten. Andere Beispiele für langwährende Gerüchte und Suchaktionen um vermeintliche Schätze sind der Toplitzsee in Österreich, in dem Werte aus der NS-Zeit zu Kriegsende versenkt worden sein sollen (jedenfalls das im „Unternehmen Bernhard“ hergestellte Falschgeld), das Gold der Konföderierten Staaten (dem nach der Sezession von den USA proklamierten Staat), dessen Verbleib ungeklärt ist und der angebliche Dorak-Schatz.

Im Sommer 1980 stürzte ein DC-9-Passagierflugzeug bei der Insel Ustica aus zunächst ungeklärter Ursache ins Tyrrhenische Meer, alle 81 Insassen starben. Nach jahrelangen Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Flugzeug aufgrund eines Treffers durch eine militärische Luft/Luft-Rakete abgestürzt war. Es soll im Absturzgebiet ein Luftkampf zwischen Kampfflugzeugen der NATO und Libyens stattgefunden haben. Diese Erkenntnisse werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten, zumal die italienischen Behörden die Ermittlungen massiv behinder(te)n. Das Unglück bei der Flugvorführung in Ramstein 1988 soll Teil der Vertuschung des Ustica-Unglücks sein. Der Absturz der „Helderberg“, SAA-Flug 295, könnte mit der Wahrheit über die Substanz „Red Mercury“ in Zusammenhang stehen. Ungeklärt sind auch die Ursache der Entzündung des Luftschiffes „Hindenburg“ bei der Landung in USA 1937, der Grund für den Absturz eines JAT-Passagierflugzeugs 1972 am Weg von Stockholm nach Belgrad über der damaligen Tschechoslowakei (eine Überlebende; Bombe einer kroatischen Extremistengruppe oder irrtümlicher Abschuss durch die CSSR?), und natürlich für den Malaysia Air-Flug 370 2014.

Stonehenge wirft, ähnlich wie die Carnac-Steine, Fragen über die Bedeutung/den Zweck, auch über Herstellung und Transport, auf.

Atlantis, die legendäre Insel, erstmals von Platon erwähnt, wird u.a. mit der untergegangenen minoische Kultur Kretas in Zusammenhang gebracht. Zu diesem und anderen legendären Orten wird es einmal einen eigenen Artikel geben.

Angeblich verschwundene Militär-Einheiten: die römische 9. Legion, 71 Männer einer australischen Einheit im 1. Weltkrieg bei Ypern während/nach dem Kampf gegen Deutsche anseite der Briten (in „Celtic Wood“), die Armee von Kambyses/Kambudschiye II. 525 vC in Ägypten.

Die Gesichter auf dem Boden eines Hauses in Belmez (Spanien), von denen seit 1971 berichtet wird. 2004 starb die Hausbesitzerin Maria Gomez, die auch als Urheberin der Bilder verdächtigt wird.

Ungeklärte Verbrechen die nicht Morde sind, wie den/die „Geisterschütze(n)“ der/die 1927/28 in New Jersey Fahrzeuge traf, Leute verletzte; der Kunstraub von Gotha 1979, ein Einbruchdiebstahl, nachts wurden fünf Gemälde aus Schloss Friedenstein gestohlen, gilt als schwerwiegendster Kunstraub in der Geschichte der DDR und als einer der spektakulärsten der deutschen Nachkriegsgeschichte.

An den Behauptungen vom Philadelphia-Experiment“ ist wahrscheinlich nichts dran. Dabei geht es um ein angebliches Experiment der USA-Marine während des 2. Weltkriegs in Philadelphia mit dem Kriegsschiff „USS Eldridge“, das Teleportation, Tarntechnologie und Zeitreisen umfasst haben soll. Die Geschichte geht auf einen Matrosen zurück, der 12 Jahre nach dem angeblichen Ereignis einen UFO-Schreiber kontaktierte. In Zusammenhang damit steht manchmal die Montauk-Station/Fort Hero.

Als Millennium-Probleme bezeichnet man die im Jahr 2000 vom Clay Mathematics Institute (CMI) in Cambridge (Massachusetts) in einer Liste aufgezählten ungelösten Probleme der Mathematik. Das Institut hat für die Lösung eines der sieben Probleme ein Preisgeld von jeweils einer Million US-Dollar ausgelobt. 1 von 7 wurde bislang gelöst.

Wo liegt … begraben (z.B. Dschingis Khan) ist meist nicht so brisant. Im Fall der Überreste Alexanders des Grossen ist man kürzlich in Amfipolis in Makedonien auf die Spuren eines gewaltigen Mausoleums gestossen das sein Grabmal sein könnte.

Die Zweifel an den Mondlandungen hat Kaysing begründet, es wird u.a. darauf hingewiesen, dass alle bemannten Mondlandungen unter Nixon stattgefunden haben.

Weiters: der Verbleib des Bernsteinzimmers, die Inschrift auf der Phaistos-Scheibe, wandernde Felsen (v.a. im Death Valley/Valle de la Muerte in Kalifornien), Kugelblitze, die Entstehung bzw. Herkunft des HI-Virus, das Brummton-Phänomen/Taos Hum, Kentucky Meat Shower 1876, die Identität der „Mona Lisa“,…

In der Serie „History’s Mysteries“ auf „History Channel“ wurde etwa in der Folge „Nazi Bomb“ ergründet, wie nahe Nazi-Deutschland der Entwicklung einer Atombombe kam oder „The True Story of Rasputin“ erzählt. Eigentlich gings da weniger um historische Rätsel/Geheimnisse bzw ihre Aufklärung, als um die Aufbereitung von geheimnis-umwitterten oder beliebten Themen. Die Gründe für den Hess-Flug nach GB sind nicht ganz klar, die Sache stellt evtl. ein echtes historisches Rätsel dar; nahe daran sind umstrittene historische Fragen wie die Hintergründe des Pearl Harbor-Angriffs oder die Ursachen der Irischen Hungersnot. Rund um „Dracula“ gibts da auch vieles, was aber bleibt ungeklärt, wenn man erst mal den Unterschied zwischen der Legende und  der „zugrundeliegenden“ historischen Figur sowie die Herkunft des Mythos‘ um das Fabelwesen des Vampirs herausgestellt hat? Die Verschwörungstheorien des Abbé Barruel zur Französischen Revolution setzen kein Fragezeichen hinter das gängige Narrativ von ihr. Bezüglich des Titanic-Untergangs gibts einige Irrtümer aufzuklären, die Sache an sich ist aber nicht rätselhaft. Kannibalismus im Notfall wie in den Anden 1973 oder bei der Donner-Reisegruppe 1846/47 ist immer wieder interessant, aber auch kein Geheimnis. Ähnlich verhält es sich mit im Moor konservierten Leichen.

Zum Tod von Diana Spencer gibts viele Mordtheorien, noch um einiges abstruser sind Behauptungen vom Presley-Weiterleben oder gar jene (politisch motivierten) um Staatsbürgerschaft/Religion/… von Obama. Die „Weisen von Zion-Protokolle“ stellen sind eine nachgewesene Fälschung bzw. Falschauslegung. Von angeblich übersinnlichen, paranormalen, parapsychologischen, unerklärlichen, esoterischen, okkulten, magischen Phänomenen, die von Telepathie über Schmerzausschaltung durch Trance oder Ekstase bis Heilungen reichen, ist nur ein Teil ernstzunehmen; Uri-Geller-Zaubertricks, die etwa Telekinese vortäuschen jedenfalls nicht. Wissenschaft kann zwar nicht alles erklären aber Hochstapelei und Aberglaube noch weniger. Der Grat zwischen pseudowissenschaftlichen Behauptungen wie jenen von Von Däniken und ernstzunehmender Theorie ist oft schmal; die geschichtsrevisionistischen Thesen von Illig (600 sei die Jahrrechnung um 300 Jahre nach vor gedreht worden) liegen vielleicht gerade darauf.

Robert Anton Wilsons „Lexikon der Verschwörungstheorien“ erhebt nicht den Anspruch der Ernsthaftigkeit, ist aber lesenswert. Charles Fort schrieb über allerlei Rätsel, Carroll Quigley hauptsächlich über Verschwörungstheorien. Von einem Michael Schneider kam 2002 „Spuren des Unbekannten. Kryptozoologie. Monster, Mythen und Legenden“ heraus. Daneben sei auf http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/ und historic mysteries verwiesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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